Konzertsaal
Joseph Haydn Sinfonie „Die Uhr“ in D-Dur (Bearbeitung Muzio Clementi, 1822)
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 1 op. 21 in C-Dur (Bearb. J.N. Hummel, 1825)
Beethovens erster Sinfonie wird ein Spätwerk Joseph Haydns gegenübergestellt. Beide Werke entstanden am Ende des 18. Jahrhunderts in Folge zweier mehr oder weniger freiwilligen Reisen. Haydn komponierte seine Sinfonie Hob. 101 1794 in London, Beethoven begann nach seinem Umzug von Bonn nach Wien bereits 1799 mit den Aufzeichnungen für seine erste Sinfonie, die 1801 uraufgeführt wurde. Es waren stürmische Zeiten: So wie Haydn den Esterhazy-Hof in Wien als ungebundener Mann Richtung London verlassen konnte, um dort unter ihm völlig unbekannten ökonomischen Verhältnissen sein Glück und Geld zu machen, so hatte zur gleichen Zeit Beethoven Bonn den Rücken gekehrt, um in Wien als freier Komponist und Pianist Fuß zu fassen. Die Unruhe der Reisenden und ihre Suche nach Überraschendem und Unvermutetem ist beiden Werken eigen. Die Formsprache und Motiv-Verarbeitung Beethovens übertraf jedoch bereits mit der 1. Sinfonie alles bis dahin Bekannte und dies vom ersten Akkord an. Das ensemble1800berlin greift das Momentum der Überraschung auf, in dem es "Im Sturm!" die Sinfonien als Kammermusik-Arrangements des frühen 19. Jahrhunderts in der sogenannten „Jupiter-Besetzung“ interpretiert, aus der Feder der Beethoven-Schüler, Pianisten und Verleger Johann Nepomuk Hummel und Muzio Clementi. Die Haydn- und Beethoven-Sinfonien Hob 101 und N° 1 erklingen 2026 auf Schloss Seehaus zum ersten Mal in dieser Besetzung mit ihrem einzigartigen Klangbild rund um einen historischen Hammerflügel und leiten das Beethoven Jahr 2027 ein.
Andrea Klitzing, Traversflöte
Thomas Kretschmer, Violine
Patrick Sepec, Cello
Lucas Blondeel, Hammerflügel
Eintritt: 25 / 20
Veranstaltungsort
Konzertsaal Schloss Seehaus
Veranstalter
Schloss Seehaus e.V.